OISIN and PATRICK

A Lament for Recorder and Organ based on a chapter  from Lady Gregory’s Irish Mythology

 

Marco Lemke 

 

Partitur | €  34,00

 

 

April 2018

 

 

ISMN 979-0-700392-05-5

 

Vorwort
In ihrem großartigen Sammelwerk „Complete Irish mythology“ gibt Lady Gregory einen wunderbaren Einblick in die herrlichen Mythen und Erzählungen des vorchristlichen Irland.
Das letzte Kapitel beschriebt- sozusagen als Übergang in die neue christliche Zeit- das Zusammentreffen zweier Giganten, die paradigmatisch diese Begegnung von keltischem Heidentum und neuer Religion symbolisieren: Oisin und Patrick.
Oisin (der „Ossian“ Macphersons), einst jugendlicher Held und Sohn des Finn, Anführer des Kriegerbunds der Fianna, kehrt als alter Mann nach Irland zurück und erzählt dem Heiligen von seinem Aufenthalt im sagenhaften Land der ewigen Jugend Tir nan Og, das gleichsam als irdisches Paradies weit im Westen liegt.Mit seinen Schilderungen möchte er Patrick Bekehrungsversuche
erwidern, und der Dialog der beiden Größen ihrer Aera entbehrt nicht humoristischer Elemente, könnte sich doch Oisin vorstellen Christ zu werden, wenn doch nur die erlebten Freuden sich auch im Himmel Patricks fänden.
Das Kapitel endet mit einer traurigen Klage Oisins über seine verlorene Stärke und Jugend, die Musik nimmt aber Bezug auf Oisins Beschreibungen der Natur, wie er sie auf seiner Reise nach Tir nan Og erlebt, nicht ohne die hintergründige, aber allzeit gegenwärtige Wehmut irischer Musik idiomatisch
aufzugreifen:
„and it was not long till the sky darkened, and the wind rose in every part, and the sea was as if on fire, (…) we were looking at the clouds and the stars for a while the wind went down, and the storm, and the sun brightened.”(Isabella Augusta Gregory, “Complete Irish mythology, Bounty Books London 2004, S. 294.)
A Dark Sky ca. 3´30
B Sea on fire ca. 1´40
C Clouds and stars ca. 3´05
D Westwards! ca. 2´30
Insgesamt ca. 11´
Marco Lemke, Attersee 2018L

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